PETER JAN MARTHÉpeter jan marthe 0868
Dirigent, Komponist

„…der Bruckners Neunte vollendete – Geniestreich oder Sakrileg?“
Die Welt, 21. 8. 2006

 

Ob ein Symphoniekonzert auf dem 1400 m hoch gelegenen Seefelder Plateau in Tirol; eine Bruckner-Symphonie in zweitausend Metern Höhe auf dem Schweizer „Rigi“ am Vierwaldstädtersee oder in der Montagehalle einer Fabrik oder die legendären „Kathedrale der Klänge“-Projekte mit Bruckners Symphonien im Wiener Stephansdom – mit seinen spektakulären Klassik -Darbietungen sorgt Peter Jan Marthé, „der exzentrische Bruckner-Dirigent und eigenwillige Meisterschüler Sergiu Celibidaches“ (SZ) bei Publikum und Presse immer wieder für nachhaltiges Aufsehen.
Seine internationale Karriere führt ihn über seine Heimat Österreich nach Frankreich, Polen, Schweiz, Spanien, Portugal etc. bis nach Mexiko und Indien.

Renommierte Festivals wie Sagra Musicale Malatestiana Rimini, Klangbogen Wien, Musica Viva München, Steirischer Herbst Graz; Estival Festival de Paris, Festival d’ Avignon bilden weitere Highlights seiner internationalen Erfolge.
Nach seinem erfolgreich beendeten Musikstudium in Dirigieren, Orgel und Komposition an der Wiener Musikuniversität wirken sich die zweijährige Lehrzeit bei Sergiu Celibidache (1981/82) sowie die Begegnung mit Yehudi Menuhin entscheidend auf seinen weiteren musikalischen Werdegang aus.

1987 bricht Marthé seine bisherige Konzerttätigkeit ab, um sich bei Ustad Ameer Mohamad Khan in Indien einer zweijährigen musikalischen Ausbildung zu unterziehen, die ihm nicht nur eine „völlig neue Dimension des Musizierens“ erschließt, sondern auch seine künftige Orchesterarbeit gravierend beeinflussen wird.
1994 gründet Marthé gemeinsam mit der Geigenlegende Yehudi Menuhin die Junge Österreichische Philharmonie, die ab 2001 als „European Philharmonic Orchestra“ schon bald zu den besten jungen europäischen Klangkörpern zählen sollte.
1995 wird Marthé von Lord Yehudi Menuhin als Kuratoriumsmitglied in das weltumspannende Menuhin-Projekt „LIFE MUSIC NOW“ berufen.

2001 Verleihung des Titels eines „Honorarprofessors“ durch den Bundespräsidenten der Republik Österreich.
2003 Intendant und Künstlerischer Leiter des Festivals „AUSTRIA IMPERIAL“ in Innsbruck.
2000 bis 2007 machen Peter Jan Marthé und sein European Philharmonic Orchestra die internationalen Brucknertage im Stift St. Florian mit dem „Bruckner reloaded“-Projekt zum Pilgerort für Bruckner-Fans aus aller Welt.

2005 erregt er internationales Aufsehen mit der Uraufführung seiner vollständigen Neufassung von Bruckners Dritter Symphonie.
„…Medien und die weltweite Bruckner-Fangemeinde sehen inzwischen in ihm auf Grund seiner unkonventionellen Einspielungen der Symphonien Anton Bruckners einen der außergewöhnlichsten Bruckner-Dirigenten unserer Zeit…“ Bruckner-Journal, London.

Für neuerliche internationale Schlagzeilen sorgt Marthé 2006 mit seiner spektakulären Vollendung der von Anton Bruckner unvollendet hinterlassenen Neunten Symphonie.
2009 Uraufführung der IX. Symphonie „Die Ägyptische“ von Herman Nitsch mit dem European Philharmonic Orchestra.
2010 vollständiger Rückzug als Dirigent aus dem aktiven Musikbusiness.
2012 Aufführung seiner „erdwärtsmesse“ beim Deutschen Katholikentag in Mannheim sowie im Wiener Stephansdom.
2016 erfolgreiche Uraufführung seines Oratoriums „Klangdom der heiligen Hildegard“ im Dom zu Brixen, sowie deutsche Erstaufführung anlässlich des Internationalen Hildegard von Bingen-Kongresses im Konstanzer Münster.